Leckeres aus unserer Kombüse

Wir sind echte Fischfans, und besonders zwischen den Jahren haben wir es genossen, fast täglich frischen Fisch vor Ort in Neuharlingersiel oder im benachbarten Carolinensiel zu kaufen.

Unser Lieblingsfisch ist die Seezunge – ein sehr teurer, aber feiner Fisch, der einfach in der Zubereitung ist und viele kreative Möglichkeiten bietet. Die gesamte Familie isst sie am liebsten mit Salzkartoffeln und zerlassener Butter, aber da sich noch Blattspinat und Kumquats im Kühlschrank fanden, ließ sich im Handumdrehen eine leckere Gemüsebeilage nebst einer feinen Soße zaubern.

Seezunge

Rezept für 4 Personen

Als Erstes geht‘s ans Kartoffelschälen. Für 4 Personen sollten 2 mittelgroße Kartoffeln ausreichen. Diese werden gekocht und als Salzkartoffeln gereicht.

Für 4 Personen benötigen wir mindestens 8 Seezungen. Zunächst die Seezungen filetieren, melieren und in Butterschmalz von jeder Seite ca. 3 Minuten goldbraun braten, erst dann salzen und warmstellen.

Für den Blattspinat 1 Zwiebel fein hacken in etwas Olivenöl glasig dünsten. Dann den aufgetauten Blattspinat (ca. 500 g TK-Ware) sowie eine fein gehackte Knoblauchzehe untermischen und einige Minuten schmoren lassen. Mit Salz, Pfeffer, ein wenig Curry und Kurkuma abschmecken. Falls vorhanden, vor dem Servieren noch geröstete Pinien- oder Cashewkerne darüberstreuen.

Für die Orangensoße, die eigentlich ja eigentlich eher in Begleitung von Geflügel- und Wildgerichten auftaucht, habe ich die Kumquats zunächst halbiert, dann ca. ¼ l Orangensaft zusammen mit etwas Zucker, einer Prise Salz, Pfeffer, Zimt und Paprika aufgekocht und mit etwas Speisestärke angebunden. Ganz zum Schluss habe ich die Kumquats hinzugefügt.

Die Kombi ist sicherlich ungewöhnlich, aber hat uns allen sehr gut geschmeckt und überdies geholfen, den übervollen nachweihnachtlichen Kühlschrank zu leeren.

Seezunge

Dieses Pizza-Rezept brauche ich unbedingt!

Pizza

Rezept für 6 Portionen

Natürlich koche ich nicht nur gerne, sondern lasse mich auch gerne bekochen – vorzugsweise von unseren Kindern und ihren Partnern, und die Resultate können sich wirklich sehen lassen. Hier wurde uns eine so tolle Lachs-Pizza serviert, die wir selbst bei unserem Lieblingsitaliener nicht besser bekommen.

Die Zubereitung des Hefeteigs bleibt das Geheimnis von Martin, dem Küchenchef des Tages, aber das Rezept für das Tomatensugo konnte ich ihm entlocken …

Für 6 Portionen zunächst 1 kleine Zwiebel und 3 Knoblauchzehen schälen und fein würfeln. In heißem Olivenöl glasig dünsten. Eine Dose stückige Tomaten samt Saft hinzufügen, das Tomatenmark unterrühren und mit Rosmarin, Oregano, Basilikum, Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Die Sauce ohne Deckel mindestens 1 Stunde köcheln lassen.

Für den Belag haben wir ungefähr 500 Gramm frischen Lachs eingekauft. Ferner wird 1 mittelgroße Zwiebel, 1 große, fein gehackte Knoblauchzehe, 400 g Blattspinat (TK, vorgegart) und mindestens 200 g Käse (z.B. Gouda / Mozzarella) benötigt.

Als ich die Küche betrat, duftete es schon verheißungsvoll nach dem frisch zubereiteten Tomatensugo. Nachdem der Hefeteig seine Ruhezeit überstanden hatte, wurde er sorgfältig ausgerollt und mit den vorbereiteten Zutaten belegt. Den angetauten Spinat unbedingt ohne Wasser bei geringer Hitze ohne Wasser leicht vorgaren lassen, dann den gehackten Knoblauch und etwas Salz und Pfeffer untermischen.

Zum Schluss die Pizza dick mit Käse bestreuen und ca. 25 Minuten bei 200 – 220 °C im vorgeheizten Ofen backen.

Lust auf Luxus pur? Einige küchenfertige Garnelen in etwas Olivenöl braten und auf der fertigen Pizza anrichten …

PizzaPizza

Wenn es stürmt, gibt es...

Labskaus

Rezept für 4 Portionen

Am 8. und 9. Februar 2020 fetzte der Orkan „Sabine“ über Deutschland hinweg. Nachdem wir alle beweglichen Gegenstände wie Gartenmöbel und Blumen nochmals gut gesichert hatten, haben wir uns nach einem ausgiebigen Spaziergang am Strand in unser gemütliches Haus zurückgezogen.

In meiner Kindheit hat meine Großmutter oft Labskaus gekocht. Als Kind fand ich dieses Gericht ganz furchtbar, vielleicht wegen der Farbe, vielleicht aber auch wegen dem verwendeten Corned Beef, was ich auch heute noch zutiefst verabscheue.

Wie auch immer, entweder man mag diese Mischung aus Stampfkartoffeln, Rindfleisch, Roter Bete und Fisch… oder eben nicht … Auf jeden Fall handelt es sich um ein sehr altes und traditionsreiches Gericht, welches erstmals 1706 von dem englischen Autor Ned Ward erwähnt wurde. Ursprünglich bestand es wohl vor allem aus Pökelfleisch und wurde für die Seefahrer entwickelt. Diese hatten häufig durch den Skorbut schmerzende Zähne und konnten keine feste Nahrung zu sich nehmen. Aus diesem Grunde musste das Essen so zerkleinert werden, dass auch sie es essen konnten. Angereichert mit Rote Bete und Sauren Gurken war man der Meinung, dass auch die Seeleute so ein paar Vitamine bekamen. Ein Originalrezept für das heutige Labskaus gibt es nicht, und auch der Ursprung ist nicht völlig klar. Einig ist man sich jedoch, dass das Gericht nordeuropäischer Herkunft ist.

Auch die Beigaben sind verschieden und reichen von Steckrüben bis Spiegelei, Matjes und / oder Rollmops …Ich habe sogar schon einmal ein Labskaus in einer vegetarischen Variante gekocht!

Unser Lieblingsrezept sieht aber so aus:

Für 4 Portionen 500 g Kartoffeln waschen, schälen und in Salzwasser kochen. Nach Geschmack 1 – 2 Lorbeerblätter hinzufügen. Später das Wasser abgießen, ausdampfen lassen, ca. 1 EL Butter und etwa 200 ml Milch hinzufügen, mit Salz würzen und stampfen.

In der Zwischenzeit 3 Schalotten pellen und würfeln, in einer Pfanne glasig dünsten. 300 g Rinderhack zufügen und krümelig anbraten, anschließend mit den gestampften Kartoffeln vermengen und warm stellen. Nun 2 Rote Bete Knollen (vorgekocht und vakuumiert) und 4 Saure Gurken in kleine Würfel schneiden, dabei etwas Saft auffangen. Das Gemüse mit dem Fleisch-Kartoffelstampf vermengen, den aufgegangenen Saft hinzufügen.

Nun können die Spiegeleier in einer großen Pfanne gebraten werden.

Es darf angerichtet werden: Zunächst den Stampf in die Mitte des Tellers geben, darauf kommt das Spiegelei. Nun könnt Ihr Gurkenscheiben und Rote Bete aus dem Glas anlegen, nach Geschmack entweder Matjes oder Rollmops.

Wir lieben dieses Durcheinander, aber jeder mag es anders …. bitte seid nicht zu streng mit mir!

 

Labskaus

Pasta und Lachs unter Palmen in Neuharlingersiel …. ganz bald wieder!

Pasta und Lachs

Rezept für 4 Portionen

Pasta und Lachs! Geht immer, oder? Für dieses unglaublich leckere und irgendwie beim Kochen entstandene Rezept, was ungefähr für 4 Personen ausreichen sollte, benötigt Ihr 500 g Pasta nach Wahl (wir bevorzugen frische Tagliatelle), 500g sehr frisches Lachsfilet, 1 Zwiebel, 2 Bund Lauchzwiebeln, 1 Knoblauchzehe, Saft und Abrieb einer Bio-Orange, 1 EL Sojasoße, 1 EL Butter (wichtig), Salz, Orangenpfeffer, 1 kleines Glas irgendeines Orangenschnapses oder -likörs, etwas Tomatenmark, 1 Becher Sahne (ein fettarmes Produkt tut es natürlich auch!)

Den Lachs in mundgerechte Würfel schneiden und ca. 15 Minuten in einer Marinade aus dem Saft und dem Abrieb einer Bio-Orange, Sojasoße, Salz, Pfeffer und Knoblauch marinieren. Nun kann auch schon die Pasta al dente gekocht werden. Zwiebeln und Lauchzwiebeln fein würfeln und in Butter glasig dünsten, Tomatenmark einrühren, mit dem gewählten Alkohol ablöschen. Mit der Sahne aufgießen und einkochen lassen. Evtl. nochmals abschmecken. Den Lachs in die Soße geben, er gart mit der Restwärme. Schließlich die Nudeln hinzufügen und vermischen.

Dazu schmeckt natürlich ein Apero-Spritz oder ein leichter Weißwein ….

 

Pasta und Lachs

Haben Sie etwa Alkohol gegessen?

Ostfriesische Teecreme

Rezept für 4 Portionen

Hoher Besuch von lieben Freunden aus Bremen! Zu diesem Anlass darf es auch ein besonderes Dessert sein. Die bekannte Ostfriesische Teecreme habe ich tatsächlich zum ersten Mal zubereitet und bin vom Ergebnis dieses supereinfach zuzubereitenden Desserts wirklich überzeugt.

Für 4 Personen brüht Ihr zunächst einen richtig starken Ostfriesentee mit 125 ml kochendem Wasser auf und lasst diesen mindestens 5 Minuten ziehen. Darin löst Ihr 50 g weißen oder braunen Kandiszucker auf. Den gesüßten Tee abkühlen lassen.
Dann 30 g Speisestärke mit 2 Eigelb mit dem erkalteten Tee verrühren. 250 ml Milch aufkochen. Die Masse in die kochende Milche geben und kurz zusammen aufkochen. Zwei Eiweiß steifschlagen und mit 2 EL Rum unter die Teecreme ziehen. Diese dann im Kühlschrank abkühlen lassen und mit Sahne garniert servieren.


Als I-Tüpfelchen gab es meinen hausgemachten Rumtopf zur Creme. Es muss also nicht immer Eis zum Dessert sein. Unsere Gourmet-Freunde zeigten sich begeistert und machten sich leicht beschwipst zu einem Verdauungsspaziergang in den Hafen auf 😊

 

Ostfriesische Teecreme
Dr. Joachim Starke und Katja Starke-Heinbokel GbR
Seglerweg 3
26427 Neuharlingersiel
Tel.:0175 7610089
E-Mail: starke@uni-bremen.de
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